But I ‘m a creep. I ‘m a weirdo. What the hell am I doing here?

I wish I was special
You’re so fucking special
But I ‘m a creep
I ‘m a weirdo
What the hell am I doing here?
I don’t belong here…

Photobuckete öfter man sich den Refrain am Tag durch den Kopf gehen lässt, desto intensiver beginnt sich dieser gen Untergang zu neigen. Ein Sog entsteht. Man sucht Trost in den Worten, die das Jetzt so trefflich umschreiben und wird damit tiefer hineingezogen.

Des Teufels Kreislauf auf Kosten fast himmlischer Worte. Welch´ plattes Wortspiel. Doch der Titel besitzt Kraft. Macht zu zertrümmern und Macht aufzubauen. Zumindest kann ich mir letzteres vorstellen. Denn momentan kommt dieser nur mit einem Vorschlaghammer einher und schlägt damit auf so ziemlich jedes Spiegelbild und jedes noch nicht ausgehärtete Monument meiner Selbst ein. Aber was heißt »momentan« Die Finne ist schon längst zerbrochen und die Bahn des Hammerkopfes gesplittert, so oft wurde die letzten Monate zum Schlag ausgeholt.

Unter den Bedingungen kann solches Liedgut nicht aufbauen oder Trost spenden. Vor allem, da Versionen existieren, deren Klangbild noch einmal mehr das volle Konzentrat aus dem Text herausziehen. Und wirklich keinen der leichten Momente, die Radiohead noch innerhalb des Titels gönnte, mehr aufgreifen wollen. Auch wenn Vega Choir dem Inhalt des Liedes einen anderen Blickwinkel verschafften -nach dem Vorbild von Scala & Kolacny Brothers-, so blieb doch der Sinn erhalten. Und der Refrain manifestiert sich mehr und mehr zum Sinnbild allen Selbstzweifels.


Da nützt es auch nichts, dass Amanda Palmer dem Stück eine gehörige Ladung Tragikomik verpasst. Welches für manche wahrscheinlich eher einem ungehörigen Fangschuss gleichkommt. Wobei diese Frau das verdammt längst »Ruuuun« mit scheinbarer Leichtigkeit und wie aus dem Nichts in den Saal raunen lässt das ich bei dem Titel jemals gehört hatte. Und auch das muss ihr erstmal einer nachmachen oder vormachen. Daher, ungewohnt geklampft oder vielmehr ukulelt…aber wirkungsvoll.

Auch die ehrwürdige Combo Abney Park nahm sich diesem Titel an. Verständlich wenn man bedenkt, dass diese einst aus dem amerikanischen Gothic-Rock entstanden, auch wenn aus heutiger Sicht nur noch deren Bandname und alte Stücke davon zeugen könnten. Davon mal abgesehen brachte mir Abney Park den Titel erstmals richtig bei. Da Radiohead prinzipiell fern meiner musikalischen Interessenslage liegt und ich somit auch deren »Creep« allerhöchstens unbewusst wahrnahm.

Auch wenn der Text noch immer schwer im Kopf hängt, so gelingt es doch so manchem Röhricht diesem etwas aus der emotionalen Versenkung zu heben und den Charme des Aufbegehrend hineinzulegen. Oder die Saat des Wahns. Je nach dem; steckt doch in beiden die gleiche Antriebskraft.

Selbst die Herren von Korn zeigten bei dem Stück einmal mehr Gefühle. Wenn auch nicht so impulsiv wie vermutet. Und stießen somit in harmonische Höhen vor, auf die ich aufgrund der Erwartungshalten aus meinen alten Korn-Alben nicht unbedingt gewettet hätte. Zumal mir eines dabei auch bitter aufstieß. Es war nicht die Übermüdung…man hört doch tatsächlich ein jugendfrei ami-braves »you’re so very special« Und das von Korn. Aus Jonathan Davis Munde…wie elendig legt doch die Anpassung die Hundeleine um den Künstler. Wo bleibt der verbale Freiheitsdrang den ein Jim Morrison einst so eindrucksvoll präsentierte.

Vor allem da selbst junge Mädels recht ungeniert ein »you’re so fucking special« in die Webcam trällern. Was soll auch so schlimm daran sein. Aber der Amerikaner sieht ja in jedem unredlichen Künstlerwerk gleich ein Verbrechen an der Menschlichkeit. Wobei für mich gerade die Tilgung des untermauerndem »fucking« eines Verbrechens gleichkommt. Lebt doch die gesamte Emotion des Titels aufgrund dieses…nennen wir es einmal…Superlativs.

Davon mal abgesehen gibt es nicht nur unzählige GEMA-pflichtige Coverversionen, mit denen auf Silberlingen und auf Konzertbühnen belästigt wird, sondern auch eine nicht unwesentliche Dunkelziffer an GEMA-Schreck-Versionen. Unzählige Arbeits-, Wohn-, Aufnahme- oder Kinderzimmerversionen kursieren im Netz und bringen den Titel in ungeahnte Dimensionen; beider Richtungen wohlgemerkt.

Bedauerlich ist dabei einzig, dass vielen Heimgitarristen das wahre Wesen der Musik abhanden ging. Nämlich das Transportieren der eigenen damit verbundenen Emotionen. Und so wurde sich entweder um eine exakte, und damit allzu sterile, Kopie bemüht oder es wurde versucht, in fehlgeleiteter The-Next-Supertalent-Manier eine popgeeichte Tonleiter zu treffen. Und aufgrund jener Stimmenretorte dem Titel die letzte Emotion und Atmosphäre zu rauben.
Wobei. Nicht immer muss vor der häuslichen Wandvertäfelung ein alleiniger Amateurmusiker mit bloßer Nachsingintention stehen. G.Bevin und Nathalie Mafessoni beispielsweise. Zwar kenne ich keinen von beiden, was jetzt auch keinenfalls als Wertung zu verstehen ist. Doch das Video zeigt, dass diese Interpretation nicht nur aus einer spontanen Laune heraus bei youtube landete.

Und manchmal liegen die besten Versionen auch auf der Straße. Wenn nämlich witterungs- und alkoholgegerbte Stimmbänder den Text röhren. Und damit so ganz nebenbei dem Wort »Creep« zu einer glaubhaften Dimension verhelfen.
Es muss nicht immer der Profisänger sein, manchmal genügt es einfach wieder zum Kern der Aussage vorzudringen. Doch darüber schrieb ich schon.

I wish I was special
You’re so fucking special
But I ‘m a creep
I ‘m a weirdo
What the hell am I doing here?
I don’t belong here…

Post scriptum: Für weitere und streng durchnummierte Versionen lohnt ein Blick zu Sabrina Kirnapci.

12 Gedanken zu „But I ‘m a creep. I ‘m a weirdo. What the hell am I doing here?

  1. Coooooler Artikel, gute Idee, mal so die diversesten Cover zu durchleuchten, die es zu diesem aus meiner Sicht eigentlich uncoverablen Song gibt. Die Radiohead-Version ist eine meiner all-time-favorites und ich liebe sie seit ich sie das 1. Mal gehört habe (was wohl schon 15 Jahre her ist *hmmpf**). Der Text ist klasse und das Lied bekommt duch die Verzweiflung in Stimme und Ton etwas ganz ganz Besonderes. Oft kopiert – absolut unerreicht. Von keiner der hier vorgestellten Bands, wie ich finde. Bis auf die Straßentypies…das klingt, doch ja, authentisch und vor allem kraftvoll und schön schrääääg. Klasse! Den Chor der Veganer würde ich ja auch noch gelten lassen, weil es mal eine andere Interpretation ist die mich doch überzeugt und ergreift. Aber der Rest hier hat aus dem Stück nichts eigenes oder gar besseres gemacht. Das scheint mit manch anderem Song dann wohl doch einfacher zu sein ein ordentliches Cover hinzubretzeln.

  2. Doch wie gesagt war Kollegin Sabrina durchaus schneller gewesen und pflanzte ihre Top5 schon vor einiger Zeit ins Netz.

    Wobei das bei mir im Grunde keine persönliche Wertung darstellt, sondern einfach nur die verschiedenen Arten aufzeigt, die ich bis dato gefunden hatte. Da mich auch nicht alles des hier Gezeigten tief beeindruckte. Abgesehen von eben Abney Park, welche mich zu den Stück brachten. Und jenes der »Straßentypies«

    Chor der Veganer…? Das ist jetzt nicht (ab)wertend gemeint, aber wie Veganerinnen sehen die Mädels nicht aus. Da es sich um einen schwedischen Chor handelt, glaube ich eher, dass der Name von der schwedischen Ortschaft Vega abstammt…oder in jener Sprache eine andere Bedeutung hat. Wobei, bei letzterem Argument wäre der Begriff »Chor« definitiv auch schwedisch, Kör, gewählt worden. Denn alles andere wäre unlogisch. Davon mal abgesehen existiert noch ein Chor, der sich des Stückes annahm. Glaube der folgt bei youtube auch gleich auf jenen.

    Das Original von Radiohead; ich finde es langweilig und emotionslos. Der einzige Knackpunkt, der dem Stück innewohnt, sind die beiden geschroteten Gitarrenakkorde, die den Refrain einleiten. Doch für mich ist das Stimmchen des Sängerknaben einfach zu dünn. Das passt nicht zu meinem Verständnis von dem Titel.
    Deshalb bin ich auch kein Freund von den Versionen, die jenen hellen Klang einfach abkupfern. Bei Mädels mag das noch legitim sein. Aber als beispielsweise Korn diesen Titel ins Mikrophon fistelte…es war unschön.
    Der Text trägt die Substanz roher Verzweiflung in sich, eine fast schon selbstzerstörerische Selbsterkenntnis. Was soll da also diese gekünstelte Zurückhaltung, dieser glitzernde Trauerbach in der Stimme, wenn man darauf einen Vulkan formen könnte. Auch bei Radiohead höchst selbst. Und dann noch diese akzeptierte Zensur des very fucking specials…

  3. Vermutlich könnte ich auch noch einen Artikel drüber schreiben und würde immer noch mal andere Radiohead-Cover finden… die letztendlich das Original nicht schlagen können. SCheint wohl das beliebteste Original zum Covern seit langem zu sein. Nach “Yesterday” von den Beatles und vermutlich “Sympathy for the devil” von den Stones, versteht sich. Leider klingt für meine Ohren alles andere was ich hier höre wie Weichspüler. Auch das Abney-Park-Cöverchen…nee nee…auch wenn sie optisch besser sein mögen.

    Nun mit dem Veganer-Chor habe ich mich wohl…hust…das war eine kleine wortstämmige Ableitung ohne groß drüber nachzudenken. Man verzeihe mir das. Wobei auch Veganer durchaus beleibt sein können. Aber der Chor ist mal ganz nett anzuhören, weil anders. Die anderen sind mir zu unkreativ nah am für mich unschlagbaren Original. Bis auf die Straßentypies… kultverdächtig! Wenn der linke Typ nicht immer reinsingen würde, sondern nur klampfen, also wenn sie sich einfach klarer musikalisch auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren würden *businessmäßig-guck*, könnte das eine hoffnungsfrohe Komposition / Fraktion werden. Sofern sie auch noch andere und am besten eigene Titel drauf haben ;o) Der Bandname ist schon mal gut. Homeless Mustard, hehe.

  4. […] Nun mit dem Veganer-Chor habe ich mich wohl […] ohne groß drüber nachzudenken […] Wobei auch Veganer durchaus beleibt sein können. […]

    Nun, ich weiß es nicht. Es ist auch gut möglich, dass ich falsch liege und Deine Assoziation den Kern der Sache trifft. Ich weiß einzig, dass jene Truppe aus Schweden stammt.

    Allerdings habe ich noch nie beleibte Veganer gesehen. Als Vegetarier ist das kein Problem, denn schon alleine mit Milchprodukten, speziell Käse, kann man einiges anrichten. Doch in der veganen Ernährung ist im Grunde alles aus dem Speiseplan verschwunden, was einen Energieüberschuss einfahren würde. Da muss man schon Würfelzucker löffeln um rundliche Formen zu bekommen. Oder vielleicht pro Wochen eine Flasche Sonnenblumenöl und 5 Kilo Puddingpulver verbraten. Jedenfalls über die Schmerzgrenze hinweg futtern. Zumindest soviel ich weiß. Ansonsten würde es mich mal interessieren, wie die das machen.

    […] Bis auf die Straßentypies… kultverdächtig! […]

    Jenen Daniel Mustard scheint es auch wirklich zu geben:
    http://thehomelessmustard.com/
    Zudem sah ich ihn auf youtube ebenso »Boys don´t cry« zum Besten geben. Aber auch für mich bleibt einzig die Umsetzung von Creep das Maß der Dinge. Im vorhergehenden Artikel hört man ihn übrigens im Alleingang röhren.

  5. „Allerdings habe ich noch nie beleibte Veganer gesehen.“ – Bruno Kramm ist (soweit ich weiß) Veganer und zumindest ja nicht als allzu schmächtige Erscheinung zu bezeichnen. Mir ist allerdings nicht bekannt, wie lange er schon vegan lebt.

    Zum eigentlichen Thema hat sich bei mir noch keine konkrete Meinung herauskristallisiert. Spontan würde ich sagen, dass mich die Version der „Northern Kings“ am meisten anspricht, wobei mir die Instrumentalisierung kurzzeitig zu dick aufgetragen erscheint.

  6. […] Bruno Kramm ist (soweit ich weiß) Veganer […]

    Ach…von alten Tourberichten her weiß ich definitiv, dass er Vegetarier ist. Wodurch es die beiden bei ihren Russland-Reisen essenstechnisch nicht immer leicht gehabt haben sollen.

    Dann werde ich dahingehend meine Meinung in ihrer Radikalität revidieren. Wobei das mit dem »beleibt sein« ja auch nicht wertend gemeint war. Somit jenseits mancher Gehässigkeit, die jenes Thema in so manchen militanten Foren trägt.

    […] wobei mir die Instrumentalisierung kurzzeitig zu dick aufgetragen erscheint. […]

    In der Tat. Es wirkt stellenweise recht überladen und damit theatralisch. Was mir daran gefällt ist, dass sich auch mal zu einer tieferen Stimme getraut wurde und vor allem jene Spieluhr-Melodie. Welche dem ganzen schon so einen Hauch des Wahns einverleibt. Eine recht interessante Abgrundstimmung, welche den Weg des normalen Trübsaals längst hinter sich ließ…

    Wäre ich Musik- oder Deutschlehrer, ich würde daraus eine Aufgabe machen. Gruppenarbeit. Sie Schüler sollen zwischen den ganzen Versionen wählen (auch Sabrinas Beispiele) und diese dann anhand ihrer Wirkung und Assoziation hin interpretieren. Fände ich zumindest einmal spannender als ständig nur klassischen Sturm und Drang. In dem Text stürmt und drängt es ebenso zur genüge.

  7. Oh ja, die Idee der Interpretation verschiedener Versionen im Musikunterricht gefällt mir. Musikunterricht fand ich fast durchweg grausam. Da wurde man gezwungen, das Bayernlied zu singen, um anschließend auch noch bewertet zu werden. Wie man richtig singt, wurde einem aber natürlich nicht beigebracht. Und die Phase des Stimmbruchs war ebenfalls kein Gegenargument. Sinnlose Beschäftigungstherapie inklusive sinnloser Zensuren.

    Ich habe mich mal auf Bruno Kramms Facebookseite erkundigt. Dort schreibt er, dass er seit einer Weile vegan lebt.

  8. Hattest du in meiner Schule Unterricht oder ich in deiner? Oder kann man das, bedauerlicher Weise, als allgemeine These stehen lassen. Denn ein »Gott mir dir, du Land der Bayern. Heimaterde, Vaterland« musste ich nicht krakeelen. Soviel zum Thema: Im Westen ist alles besser.
    Dafür durfte ich mich jahrein jahraus mit jenem Stück der Lächerlichkeit aussetzen. Und eine weitere unschöne Note einkassieren.

    Wobei es damals auch Lieder gab, die sogar im modernen Gewand noch wirken können: http://www.youtube.com/watch?v=KCpXqyZjglw Aber so scheint jeder seine Prägung erfahren haben.

    Da ist Meister Kramm auch unter die Veganer gegangen. Meine Hochachtung. Ich hatte das nur ein paar Jahre durchgehalten, dann wurde mir von ärztlicher Seite davon abgeraten. Wobei ich auch dazu sagen muss, dass ich mich auch eher »suboptimal« ernährt hatte… aufgrund finanzieller Schwächeperioden.

  9. Ich denke, dass man dies durchaus als allgemeine These stehen lassen kann. Zumindest wäre mir neu, dass es musikalischen Unterricht gab, der sich an den Bedürfnissen und am Geschmack der Schüler orientierte. Im Bereich der Kunst Zwang aufzubauen, halte ich für den falschen Weg. Noch dazu, wenn hier sowieso nichts beigebracht, sondern einzig ein Talent bewertet wird. Musik sollte Leidenschaft sein. Davon habe zumindest ich während meiner Schulzeit kaum etwas gespürt. Die Leidenschaft für Musik (als Hörer und als Musiker) hat sich außerhalb der Schulmauern entwickelt (mal abgesehen von einem von meinem Klassenlehrer auf Kassette überspielten Tonträger, der mich beeindruckt und in gewisser Weise beeinflusst hat).

  10. […] Im Bereich der Kunst Zwang aufzubauen, halte ich für den falschen Weg. Noch dazu, wenn hier sowieso nichts beigebracht, sondern einzig ein Talent bewertet wird. […]

    Ein wahres Wort. Talent sollte aus der Wertung fallen. Außer man begibt sich auf den schmalen Grad und versucht alleine den Grad der Anstrengung zu bewertet. Was dann bei den Talentierten wieder schwer werden könnte.

    Aber solange das niemand einsieht, wird in der Schule noch immer mit Musik, Kunst und meinem Liebling: Schulsport genervt und Unterrichtszeit verschwendet werden.
    Wer dahingehend keine Ambitionen und Voraussetzungen mitbringt, der bekommt diese auch nicht auf Grund von zwei bis drei Wochenstunden.
    Zwar könnte man Kunst und Musik theorielastiger gestalten, um einen fairen Bewertungsmaßstab zu erhalten. Aber ob man jeden mit auferlegtem Wissen über die Unterschiede der Noten und Kunstepoche beglücken kann, ist eine andere Frage. Und Sport als Theoriefach wirkt auch ein wenig sinnlos.

    Somit sollten diese Fächer in die reine Wahlpflicht fallen. Damit sich die darin interessierten und begabten gegenseitig messen können. Und alle anderen davon verschont bleiben.
    Immerhin gibt es schon genug andere Fächer die auch größtenteils auf Begabung aufbauen und nicht unwesentlich für die Zukunft sind. Wie Mathematik, Deutsch bzw. Fremdsprachen allgemein. Wer dafür kein Grundverständnis besitzt, der kann pauken wie er will, der bricht immer ein.

    Bei mir entwickelten sich viele Interessen auch erst außerhalb der Regelschulzeit. Deutsch und Geschichte beispielsweise. Was hatte mich das angeödet. Zugegeben: der ganze Rest auch.
    Erst innerhalb der Erwachsenenbildung auf dem Kolleg, als der Gang zur Vollzeit-Schulbank nicht mehr Pflicht war, sondern ein selbst gewählter Weg, konnte man mein Interesse wecken.
    Zwar auch nicht für alles. Aber dennoch war der Wille zur allgemeinen Leistung vorhanden sowie das Interesse für Themen, die plötzlich in den Bann zogen. Wie eben unter anderem Deutsch und Geschichte.

  11. Das Lied hat eine unschöne Ausstrahlung. Es hat den Anschein von einem, der einem Mädchen immer nur nachgafft und sie lediglich als Objekt der Begierde betrachtet, dem ihre Eigenheiten aber völlig egal sind. Thom Yorke strahlt so etwas auch aus. Es wundert mich, dass er von so vielen Mädchen angehimmelt wird.

  12. Servus

    Es mag womöglich dessen Touch eines Streuners sein, des räudigen Katers, der des Sängers Faszination auf die Groupies erklärt.

    […]Es hat den Anschein von einem, der einem Mädchen immer nur nachgafft und sie lediglich als Objekt der Begierde betrachtet, dem ihre Eigenheiten aber völlig egal sind.[…]

    Interessante These. Wenn man die Aussage des Textes von der Beschreibung eines Seelenlebens ausklammert und rein auf den inneren Konflikt mit der bewussten Handlung des »Nachstellens« legt.
    Doch für mich wäre das Wesen der reinen Begierde zu unglaubwürdig. Das widerspräche dem Refrain. Jemand, der so tickt, vergleicht sich nicht mit Widerlingen oder Maden und befindet sich erst recht nicht im Zweifel zur eigenen Existenz. So einer findet Worte bzw. Emotionen, die Falco in seinem Meisterwerk recht eindrucksvoll darbot.

    Aber in einem gebe ich Recht. Die Ausstrahlung des Liedes liegt jenseits des allgemein Schönen.

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