Artikel markiert ‘Totengedenken’

Der letzte Flug eines »Pirols«

Vicco von Bülow

Photobucketympathisanten dieser Nation greifen noch immer gerne die Bezeichnung »Land der Dichter und Denker« auf. Und gelegentlich liegen sie damit gar nicht so falsch. Zumindest, wenn es sich dabei um einzelne Persönlichkeiten handelt. Mehr …

Gedankenfreibank – 3/4 Mai 2011

[...] Offenbar feierten Mitarbeiter der Versicherung “Hamburg-Mannheimer” (HMI) rauschende Sex-Partys mit Prostituierten in Ungarn: Ein kleiner Bonus von HMI für ihre 100 besten Vertreter. [...] Nach Angaben mietete die Versicherung am 5. Juni 2007 die Gellert-Therme in Budapest an und verwandelte die historische Anlage in ein Freudenhaus. [...] In der eidesstattlichen Versicherung eines anderen Gastes hieß es: “Dann kamen die Damen und zeigten uns, was sie hatten. Allen Beteiligten war klar, dass es sich dabei um Nutten handelte.” [...]Die Frauen wurden mit verschiedenfarbigen Bändchen ausgestattet. Rote und gelbe Bändchen gab es für Prostituierte, die allen Anwesenden zur Verfügung standen [...] Prostituierte mit weißen Bändchen, standen demnach nur den Vorständen und den „Besten der Besten“ aus der Vertriebsgruppe für Sex zur Verfügung. [...] Das Unternehmen räumte mittlerweile ein, dass der Vorfall gegen die Richtlinien der Firma verstoßen habe. [...]

Photobuckets gibt genug Berufsgruppen, die verdienen Respekt. Viele zudem auch Mitleid. Doch es gibt auch einige die gar nicht die abwertenden Begriffe wert sind, die man denjenigen an den Kopf werfen möchte, die diesen Geweben frei und willig nachgehen.

Seien es GEZ-Fahnder, FDP-Abgeordneter, Investmentbanker oder eben Vertreter. Mehr …

Uns bleiben nur nackte Namen. G – Ost II

Photobucketntdeckte ich bei meinem Streifzug durch den modernen Trakt des Gottesackers einen Stein, dessen Name nicht einfach nichts sagend an mir vorbeizog, sondern sogar drei Jahre der Erinnerung nach sich zog.

Standen diese gemeißelten Buchstaben doch plötzlich für die Lehrjahre, von denen mich auch schon wieder über ein Jahrzehnt trennte. So wie es jenen Menschen schon wieder fast ein Jahrzehnt vom Leben ausschloss. Es gab nur weniger, die mir aus der damaligen Zeit nicht völlig gleichgültig waren. Wenige, die meine Sympathie erlangten. Ehrlich gesagt waren es nur zwei. Und wie sagt der Volksmund: Die besten sterben jung.
Auch wenn diese nicht unbedingt jung starben, so gingen sie doch zuerst. Mehr …

Uns bleiben nur nackte Namen. G – Ost

Photobucketch glaube nicht mehr, dass es der Gott der Herrlichkeit ist [...] auch nicht der Gott der Freude [...] vielleicht nicht einmal der Gott der Barmherzigkeit. Gott ist ein lauter Nichts. Ihn rührt kein Nun, noch Hier.

…die Rose von einst steht nur noch als Name. Uns bleiben nur nackte Namen.

So entwarf Umberto Ego die letzten Worte in seinem »Der Namen der Rose« Und auch wenn diese allzu trefflich diesen Roman abschließen und einen wieder in das Jetzt überleiten lassen, so kann ich mit diesen ebenso sicher die Aktivität der letzten Tage abstecken.

Zumindest die Aktivität innerhalb der letzten Tage. Waren diese doch keiner Pauschalproduktivität unterworfen. Sondern eher innerhalb der Geiselhaft unschöner Gedanken, deren Knechtschaft mir so unsagbar auf die Substanz geht. Mehr …

Versicherungswert und Vergangenheitsweg

Photobucketuch wenn ich über das Fernsehen keine Lobeshymnen verfassen könnte. Und auch diese Dreistigkeit des GEZ-Systems nur ablehnen kann, so ist ja nicht alles aus dem Hades der Unterhaltung empor gekrochen.

So beispielsweise ein Format beim Rentnersender MDR, von dem meine ehemaligen Erziehungsberechtigten immer schwärmen. »Kunst oder Krempel« Der Inhalt ist leicht erklärt. Drei betagte Experten stehen an einem Tisch inmitten eines altehrwürdigen Saals, zumeist in Jugendstil gehalten und umgeben von sitzenden Zuschauern. Welche auch nicht viel jünger als die Rahmenkulisse zu sein scheinen. Soviel zur Grundeinstellung.
Nun werden diese Zuschauer nach und nach aufgerufen und können ein altes Stück vorzeigen. Etwas das sie entweder fanden, erbten, erstanden hatten oder sonst wie in dessen Besitz kamen, aber keine Ahnung haben, was das nun eigentlich darstellt. Von wann das ist und gelegentlich auch, wie hoch der jeweilige Wert angesetzt werden kann. Und da kommen die Experten ins Spiel und erklären auf erstaunlich hintergründliche Art und Weise die Funktion, Stil, Epoche. Erklären wer der Maler war. Wann es entstand. In welcher Manufaktur und weiß der Geier alles. Ideeller Wert oder durchaus gewinnbringend. Alles wird lang und breit erörtert. Mehr …

Requiem aeternam dona eis, tuus tubus

Photobucketan kennt das, eine Unterhaltung fängt an. Startet durch ein willkürliches oder vorbestimmtes Thema und entfremdet sich davon, aufgrund von Schlagwörtern, immer weiter von seinem Ursprung. Und nach ein paar Minuten fragt man sich, wie man eigentlich darauf gekommen war. Für mich ist es dabei immer besonders interessant kurz innezuhalten und die Gesprächlogik noch einmal von hinten aufzurollen. Um herauszufinden auf welchen Wegen welches Thema mit welchen verknüpft wurde. Mehr …

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