Projekt Hörsturz – Runde 17

Photobucketnd dieses Mal verstand ich die Zeichen der Zeit und nahm mich dem Projekt Hörsturz nicht wieder auf den letzten Drücker an. Die Soundtrack-Klangkulisse zog an uns vorüber und auch hierbei muss ich gestehen, dass mir allein zwei Interpreten bekannt vorkommen. Was aber auch nicht verwunderlich ist, da die Musiklandschaft, in der ich mich bewege, fast schon hermetisch abgeriegelt ist. Es freut mich natürlich, Kirlian Camera in oberer Liga zu sehen, da mich die Reaktionen dazu spontan interessieren würden. Da für mich diese Truppe einen sehr großen emotionalen Wert besitzt, der die objektiv-rationale Einschätzung verfälschen kann.

0 von 5: Kein Kommentar So dekadent, dass ich weder darüber nachdenken will, noch mir dieses Stück oft und lang genüg anhören werde, um darüber nachdenken zu können.
1 von 5: Wenn es meine Freundin einmal im Jahr hören wollte, so würde ich nicht gleich mit Rausschmiss drohen. Sondern zusehen, ob ich in der Zeit nicht lieber woanders etwas Schöneres machen könnte. Zum Beispiel zum Zahnarzt oder Urologen gehen.
2 von 5: Ja, man gibt sich mühe und klingt auch nicht so schlecht, aber etwas fehlt. Nicht scheiße aber auch nicht gut. So wie die Note 4 eben. Potenzial vorhanden, aber Ziel nicht erreicht. Pech, kommt vor, wird das nächste Mal bestimmt besser.
3 von 5: Nett. Ich werde kein Fan, aber bereue auch nicht den Titel gehört zu haben.
4 von 5: Ich höre mir den Titel gerne noch einmal an, selbst wenn die Rezension schon steht. Reiche ihn auch im Schuhkarton rum und zeige ihn meinen Freunden oder erschrecke damit die Mädchen.
5 von 5: Album bestellt.

  • Maeckes – Graustufenregenbogen (von WeGi)
  • HipHop war ehrlich gesagt nie mein Fall. Auch wenn ich dabei gerne Ausnahmen mache, denn manche schaffen es mittels des Sprechgesangs großes zu leisten und mich zu fesseln. Aber hierbei kann ich das nicht behaupten. Das zusammenwürfeln schön gedachter Sätze schafft noch keine in sich geschlossene Botschaft. Und der Klang der Stimme, welche passend zur Musik eine gewisse Langeweile assoziieren lässt, macht die Sache nicht besser. Absolut nicht mein Fall.
    1 von 5

  • Flogging Molly – Devil’s Dance Floor (von Robert)
  • So klingt es also, wenn Irisch-Amerikaner Mitte des vorletzten Jahrhunderts nicht nur von Natives verkloppt, sondern auch mit Platten der Sex Pistols beworfen wurden. Und daran gefallen fanden. Mit der richtigen Stimmung im richtigen Irish Pub durchaus reizvoll. Ich mag es, was wohl an dem nicht unerheblichen Teil Folklore liegt.
    4 von 5

  • Element Eighty – Slackjaw (von Fini)
  • Also die ersten 10 Sekunden des Titel finde ich geil. Aber letztendlich klingt es nur wie der taffe große Bruder von Linkin Park. Im groben nicht schlecht, aber mir fehlt die überzeugende Härte, die der Titel aufzubauen versucht. Denn zu oft verliert es sich in seichtem Klanggewässer. Vor allem was die Harmonisierung des Gesanges angeht.
    3 von 5

  • Kirlian Camera – Odysee Europa (von mir)
  • Nach beiden härteren Kalibern nun der emotionale Kulturschock. Kirlian Camera ist und bleibt ein Segen für solche Grenzgänger wie mich, die sich gleichermaßen in elektronischen wie neofolkischen Gefilden tummeln. Trotz der Tatsache, dass auch KC stellenweise in schmerzhaft technozide Klänge abrutschte, bleibt die Band, bzw. Angelo Bergamini noch immer ein Großmeister eindringlicher Melancholie. Übrigens hierbei Gratulation zum 30jährigen Bestehen.
    5 von 5

  • The Coasters – Down in Mexico (von Sir Donnerbold)
  • Wie mir Wikipedia soeben verriet, klingt das nicht nur alt, sondern ist es auch. Nett. Nostalgie ist mir immer sympathisch und auch der Titel besitzt seinen Klang.
    3,5 von 5

  • AC/DC – Jailbreak (von Stoffel)
  • AC/DC…Altmännerrock hätte ich fast gesagt. Denn mein Vater ist von der Truppe begeistert und er geht nächstes Jahr in Rente, aber das hat ja nichts zu sagen.
    Ich wiederum habe den Kult um diese Band nie verstanden und werde es nie verstehen. Es ist zwar nicht so, dass ich davor flüchten möchte, aber zum genauen hinhören animierte mich das ebensowenig. Es zieht, wie man so schön sagt, einfach an einem vorüber.
    2,5 von 5

  • Breaking Benjamin – So Cold (von kasumi)
  • Ist es nun eine Ballade oder kraftvoll oder doch eine kraftvolle Ballade. Keine Ahnung, aber es ist stimmig. Gesang passt zur Musik und diese wiederum zu den Instrumenten. Ich werde zwar kein Fan, aber alles in allem eine runde solide Sache. Vielleicht sogar zu rund und zu solide.
    3 von 5

  • Creature Feature – A Gorey Demise (von beetFreeQ)
  • Oh Elend…ich finde es lustig. Zumal mir, nachdem die Musik ertönte, unweigerlich die alte Addams Familie Schwarzweiß-Serie vor dem inneren Auge flimmerte.
    4 von 5

  • Dornenreich – Drang (von Alph)
  • Auf der Bühne unter kraftvolleren Inszenierung definitiv reizvoll. Aber auch so besitzt der Titel schon eine schöne Atmosphäre sowie Spannung, auch wenn die Streicher manchmal zu zögerlich mit einstimmen. Oder der Gesang für die Musik zu impulsiv ist.
    3,5 von 5

  • Elton John – I Want Love (von JuliaL49)
  • Ich hatte Elton John etwas anders in Erinnerung, als jene Erscheinung in dem Video…aber ansonsten kann ich nur wieder sagen, dass ich für derartige Schmachtmusik zuviel Testosteron im Blut habe. Es kann musizieren, aber halt nicht für mich.
    2,5 von 5

  • Freddie Mercury – Yellow Breezes (Demo) (von cimddwc)
  • Wie bei Queen…es ist mir zu schrill. Zu viel »Yeah« und zu überdreht.
    1 von 5

  • INVASION – Moongazer (von Kamil)
  • Es klingt auf jeden Fall besser, als es aussieht. Und es ist die zweite Band mit Schlagzeugerin die ich in meinem Leben sah. Und ich sah schon viele. Die Musik besitzt potenzial, vor allem der Ausklang ist gelungen. Aber der Gesang zerschlägt die Sympathie.
    2 von 5

  • Kaada – All Wrong (von beam)
  • Recht psychedelisch. Der Titel schafft es jedenfalls, dass man lange darauf wartet, dass etwas passiert und erst recht spät merkt, dass kein Gesang oder ähnliches einsetzen wird. Somit ist der Spannungsbogen vorhanden. Doch ab dem quäkenden Sample wusste ich was der Name des Musikstückes bedeutet. Denn für mich wurde mit diesem Gesang alles falsch gemacht.
    1 von 5

  • Kina Grannis – Strong Enough (von Hannah)
  • Wie niedlich. Ich mag die Stimme. Auch wenn die Art von Musik für mich immer gleich klingt und diese Art von Gesang durch diverse Castingshows mehr als verbraucht ist, so klingt es nicht schlecht. Es haut mich nicht vom Hocker, aber in der Mattscheibe wurde schon weniger gutes gefeiert.
    3 von 5

  • Seven Saturdays – Secret Things (von dehkah)
  • Nicht schlecht. Idyllisch, atmosphärisch. Und wenn man dem Kerl am Ende nicht zuhört, so könnte es zur Musik passen. Ist auf jeden Fall mal ein anderer Ausklang für einen solchen Titel. Aber wenn man ihm zuhört, so beißt es sich etwas mit der vorher aufgebauten Emotion.
    3,5 von 5

  • [ingenting] – Hallelujah (von Postpunk)
  • »Brav« Mehr kommt mir jetzt nicht in den Sinn. Der Titel ist so unschuldig, dass mir nichts überschwänglich negatives wie positives einfällt.
    3 von 5

    Und um auch beim nächsten Mal die Dominanz der Gitarren etwas zu kompensieren, ernenne ich den Kandidat der nächsten Runde. Dieses mal allerdings ein grobschlächtigeres Kaliber:

    :wumpscut: – Soylent green

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