Lava-Lava!

Photobucketines muss man den Amerikanern lassen. In der Vergangenheit gelang es ihnen durchaus, wirkliche Beiträge für das allgemeine Kulturgut zu etablieren. Ein Verdienst, den man ihnen auch neidlos zugestehen sollte.

Dass die Franzosen nun dahingehend Mitte der 90´er Jahre die Amerikaner durch eine Kombination beider Genre auszustechen vermochten, das konnte damals wohl noch keiner so richtig ahnen.

Das Land der Weinberge und Schnecken vermochte es, eine 14-teilige Werkreihe entstehen zu lassen, deren poetisch literarische Macht wohl auch Marcel Reich-Ranitzki vom Nutzen des TV-Programms würde überzeugen können.
Galant wurde hierbei jener Schöngeist der feinsinnigen Kurzgeschichte aufgefangen und gekonnt mit den ebenso filigranen Strichen der Zeichentrickkunst in Szene gesetzt. Deren schier grenzlose Farbnuancen sowie deren zeichnerische Perfektion die geballte Tragik-Komödie des Inhalts umschmeicheln. Und eine heitere Attitüde in den Spannungsbogen zu setzen vermögen, welcher sich wie der Nimbus eines Sonnenaufgangs über den ernsten Kunstgriff des noch ernsteren Lebens setzt.

Es ist schon erstaunlich, wie das doch so kindlich naive Wesen des Zeichentricks in den aufgeklärten Intellekt des Erwachsenseins gehoben wird und somit einer Literaturgattung schmeichelt, die von soviel Erhabenheit und Würde getragen wird, dass es nur wenigen großen Schriftsteller vergönnt war, sich damit verdient zu machen.

Dient hierbei die Überschrift noch als verbale Einleitung, so erhebt jede Geschichte den Anspruch, ihren Dialog mit dem Betrachter in völliger Nonverbalität zu führen und doch als brillanter Redner in Erscheinung zu treten. Um die Kurzgeschichte aus den Zwängen des Wortes zu befreien und behutsam in die Eindeutigkeit einer Weltsprache zu transportieren. Zu gunsten der gestochen scharfen Pointierung, die aufgrund dessen wie ein Monument im Raum stehen bleibt.
Und somit beiläufig das Erfassen der Aussage auf ein Kommunikationsniveau zu bringen, deren unterste Stufe schon das anspruchsvolle Interpretationsvermögen innerhalb der Metaebene abverlangt. Das Verständnis als offenkundiger Akt provozierter Offenbarung, so dass man gar nicht anders kann, als sich über das delikate Handlungskonstrukt hin zur Offenbarung führen zu lassen.

In diesem Sinne möchte ich drei großartige Folgen aus jener Reihe herausgreifen. Als Sinnbild der Serie, als Ansporn, als Brücke über das Schweigen jener Seite und als Quelle neuer Inspiration. Mögen diese der Blog-Garde ein paar Minuten geistige Zerstreuung bieten. Und hinweg gleiten lassen, über die Strenge des Arbeitsalltages. Sowie daran erinnern, dass im bitteren Ernst auch ein saueres Lächeln schon Anreiz zum versüßen geben kann.

Whos Afraid Of The Big Baaaa Wolf

Houston?… We have a Problem!

Un Oeuf Is Enough

5 Gedanken zu „Lava-Lava!

  1. …was bei mir bereits geschehen ist ;o) – wobei es an dem Tag an sich nix zu retten gab. Aber Auflockerung ist ja auch immer willkommen!

  2. »What´s up Teddybear« ist bei mir auch schon zum geflügelten Wort geworden. Es war mein erster und einziger Lava-Lava-Teil, den ich im Fernsehen gesehen hatte.

    In der Tat, gelegentlich wagte sich Pro 7 auch an sehenswerte Formate, bestes Beispiel: die Adoption von »Kalkofes Mattscheibe«

    Vor ein paar Jahren kam mir der Lava-Lave-Teil wieder in den Sinn, ich warf daraufhin youtube an und war erstaunt, dass auf die Anfrage nicht nur jenes Weihnachtsmärchen folgte, sondern einige Titel mehr.

    Von daher: Nichts zu danken.

    Gruß, Guldhan

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