Ich esse was, was du nicht siehst.

Photobucketm Zuge der Trainingseuphorie fing ich erneut an, meine Ernährung zu überdenken. Wobei mir im Grunde das Überdenken nicht sonderlich schwer fällt, da mein Futterverhalten völlig für die Katz ist…oder vor die Hunde gegangen war; je nach dem.

Ich weiß, welches fundamentale Grundgerüst die richtige Ernährung bildet und ich weiß auch, dass unverschämtes Fehlverhalten früher oder später geahndet wird. Dieses Wissen offenbarte sich mir zur genüge aus meiner Vergangenheit.

Doch wenn man nicht nur vor-sich-hin-existiert, sondern seinem Körper auch einen gewissen Härtegrad abverlangt, sollte die Ernährung erst recht nicht missachtet werden. Vor allem aufgrund des Faktors Zeit.
Ein exzessives Training ohne die dahingehende Ernährung ist Zeitverschwendung. Nicht nur, dass sich der Körper dabei schwer tut, um überhaupt Muskulatur aufzubauen. Er wird diese bei Unterversorgung sogar wieder verbrennen -und das lieber als Fettreserven- oder sich dabei gänzlich auszerren. Und wer will das schon.
Zudem ist es ebenso eine Geduldfrage. Wenn man über Jahrzehnte sein Spiegelbild mit einer Mischung aus Abscheu und allerhöchstens Gleichgültigkeit betrachtete, so giert man förmlich nach den Momenten, an denen man ein »Geht so« über die Lippen bringt. Und ist so ein Moment einmal angebrochen und hat man Blut geleckt, so will man irgendwann auch so etwas wie Zufriedenheit erfahren. Ergo…man wird ungeduldig, von Rückschlägen übermannt oder grantig. All denen kann man mit einem Optimum entgehen.

Vor allem, wenn die Ernährung dahingehend mehr als verbesserungswürdig ist; wie in meinem Fall. An manchen Tagen erfolgt eine extreme kcal-Unterversorgung und an den restlichen Tagen bleibt das gute Zeug Mangelware. Dafür füllt der Billigzucker die Energiedifferenz. Nicht gerade ein Lichtblick für jeden Ernährungsberater.

Doch um endlich zu dem wesentlichen Teil umzuleiten, ich wurde dahingehend auf eine nette Seite gestoßen: FDDB.
Keine Ahnung, was das ausgeschrieben bedeuten soll…vielleicht Fressdaten dicker Bürger, keine Ahnung…wichtiger ist hierbei, dass es sich um eine Lebensmitteldatenbank handelt. Und eine, die ihrem Namen gerecht wird.
Somit ein Sammelsurium von tausenden von Lebensmitteln, den dazugehörigen Marken, Herstellern und vertreibenden Händlern darstellt. Mit anderen Worten, man kann nach einigen Kategorien suchen und bekommt die Werte eben jenes Produktes nach Stück oder Gramm aufgelistet.
Und wohl auch bei gekochten Gerichte. Aber dort tummelte ich mich noch nicht, da ich für mich ohnehin nicht koche.

Das alles klingt zwar jetzt noch nicht sonderlich spektakulär. Doch zum wesentlichen Service der Seite gehört ein Ernährungstagebuch. Somit kann man aus dem Tagesverbrauch eben jener exakt definierten Lebensmittel die Tageswerte aufgelistet bekommen. Kleines Beispiel gefällig…? Wir haben es Vormittag und besagte Liste konfrontiert mich nun mit folgenden Werten:

Brennwert - Lebensmittel aus Deinem Ernährungstagebuch.
2258 kJ (539 kcal) durch 6 Lebensmittel aufgenommen

Energiebedarf - Dein Tagesbedarf zuzüglich Aktivitäten.
10319 kJ (2465 kcal) Tagesbedarf

Bilanz – Zeigt die Differenz aus Energiebedarf und Aufnahme.
Du hast 8061 kJ (1925 kcal) weniger Energie aufgenommen als verbraucht

Brennwert 2258 KJ (539 kcal)
Fett = 34,9 g – Entspricht ca. 58% des Brennwertes.

Kohlenhydrate = 41,6 g – Entspricht ca. 31% des Brennwertes.

Protein = 14,1 g – Entspricht ca. 11% des Brennwertes.

Alkohol = 0 g
Wasser = 0,7 Liter
Ballaststoffe = 3,2 g
Broteinheiten (BE) = 3,5

Vitamine
Vitamin C = 50 mg
Vitamin A = 0,1701 mg
Vitamin D = 1,89 μg
Vitamin E = 1,3 mg
Vitamin B1 = 0,063 mg
Vitamin B2 = 0,3 mg
Vitamin B6 = 0 mg
Vitamin B12 = 0 mg

Mineralstoffe
Natrium = 470,1 mg
Eisen = 51,2 mg
Zink = 0 mg
Magnesium = 229,5 mg
Mangan = 0 mg
Fluor = 0,1 mg
Chlor = 0,1 mg
Kupfer = 0 mg
Kalium = 104,7 mg
Kalzium = 1670,1 mg
Phosphor = 132,3 mg
Schwefel = 0,1 mg

Zudem kann man Dinge des täglichen Gebrauchs in Listen speichern, um diese nicht erst immer suchen zu müssen. Bei mir beispielsweise das Wasser, den Quark, Haferflocken, Soja und all dieses verweichlichte Gerümpel. Während der richtige Mann hier sein Bier, Steak und Currywurst hinterlegen kann.

Allerdings sollte man mit der Seite nicht allzu ernährungsfanatisch umgehen. Denn gerade in Sachen Training ist die Voreinstellung des Profils und der dazu errechnete Soll an kcal mehr als schwammig.
So kann man zwar Größe und Gewicht eingeben und erhält den albernen BDI… So kann man zwar Tätigkeit –leicht: Schüler, Student, Büroarbeit- und das Nachgehen von Sport grob wählen, aber klar definieren kann man es nicht. Da gerade bei Sport die Unterteilung in: nix, einmal pro Woche, mehrmals pro Woche oder Hochleistungssport allzu nichtssagend ist. Welcher Sport, wann, wie oft, wie intensiv und wieviele Stunden…diese fundamentalen Fragen werden unterschlagen.
Und was ich vom BDI halte ist ohnehin bekannt. Für die Bestimmung des Energieverbrauches ist der BMI blödsinn. Falls dieser überhaupt einen Gesundheitssinn neben seinem rein ökonomischen Wert besitzt. Man muss für die Energiebilanz seine Magermasse einbeziehen. Reines Größe-Gewicht-Abwägen ist für den Arsch.
Zwei Gestalten, die mit jeweils 177cm Körpergröße 90kg auf die Waage bringen, können eine völlig unterschiedliche Magermasse und einen gegensätzlichen Energieverbrauch im Ruhezustand aufweisen. Da einer davon wie Adonis und der andere wie das Michelin-Männchen aussieht.

Nichts desto trotz ist diese Seite dafür geeignet, um einmal einen Überblick über seine Zufuhr zu erhalten. Somit konnte ich nun verdutzt wahrnehmen, dass 10Uhr morgens schon 58% meiner Soll-Fettmenge erreicht wurden. Während ich noch 89% der Proteinmenge stopfen sollte. Derartiges wird einem erst im unmittelbaren Zahlenwert bewusst. Zudem kann man die empfohlene kcal-Zahl gut und gerne als Richtwert ansehen, den man nicht großflächig unter- wie auch überschreiten sollte.

In diesem Sinne. Allen, die einmal ihr tägliche Mampfmenge in einer Statistik sehen möchten, ist diese Seite zu empfehlen. Ebenso allen, die damit ein paar korrigierende Eingriffe in ihr Gewicht nehmen wollen. Für kcal-Zählmuffel, Körpergrammfetischisten und Extremsportler, die nun auf das maßgeschneiderte Kalkulieren angewiesen sind, wird diese Seite allerdings zu unexakt sein.
Natürlich werde ich mich nun verstärkt in das Thema hineinlesen. Da doch die Ernährung ebenso wesentlich ist, wie das Training. Und einmal schauen, ob mit erweiterten Hintergrundwisse diese Seite noch hält, was sie nun verspricht.

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